Bild nicht mehr verfügbar.

Foto: APA/EFE/derStandard.at
Lüttich - Damit Fußgänger künftig sicherer die Straße überqueren können, hat der rührige Lütticher Erfinder Tony Cavaleri einen "intelligenten Zebrastreifen" entwickelt. Durch eine Beleuchtung von unten soll der Fußgängerüberweg für die Autofahrer besser sichtbar werden und der Fußgänger deutlicher erkennbar sein. Seine Entdeckung, die er "Cava-Pass" nennt, will der 51-Jährige in den kommenden Wochen und Monaten auf verschiedenen europäischen Erfindermessen und in den USA präsentieren. Ein tragischer Verkehrsunfall war es, der Cavaleri auf die Idee brachte. "Vor einer Schule waren drei Kinder beim Überqueren einer Straße von einem Pkw erfasst und tödlich verletzt worden. Ein in zweiter Reihe abgestellter Lieferwagen hatte einem Autofahrer die Sicht versperrt", erzählt der Erfinder. Für die Beleuchtung des Zebrastreifens werden Lichtkästen benutzt, die in den Straßenbelag eingebaut werden und dem Druck der Fahrzeuge standhalten. Sobald eine Lichtschranke signalisiert, dass ein Fußgänger die Straße überqueren möchte, wird die Beleuchtung automatisch aktiviert. Der "intelligente Zebrastreifen" muss allerdings nicht notwendigerweise in die Straße eingefügt werden. Er kann auch aufgesetzt werden und dadurch sogar als "Tempo-Bremse" dienen. Der Zebrastreifen soll sowohl bei Dunkelheit als auch tagsüber - besonders bei unzureichenden Sichtverhältnissen - aus 30 bis 40 Metern Entfernung für Autofahrer erkennbar sein. Bis zu 25.000 Mark würden Anschaffung und Anbringung des "intelligenten Zebrastreifens" je nach Bodenbeschaffenheit und Arbeitsaufwand kosten, schätzt Cavaleri. Auf die Frage, ob die Kosten nicht doch ein wenig zu hoch seien, erwiderte er: "Wenn man bedenkt, dass für eine Parkbank zwischen 7.500 und 12.500 Mark ausgegeben werden, dann sind selbst einige 10.000 Mark für die Sicherheit von Fußgängern gut angelegtes Geld." (APA/dpa)