Brüssel - Wegen des Verdachts auf Maul- und Klauenseuche (MKS) ist in Belgien ein Bauernhof nach Medienberichten unter Quarantäne gestellt worden. Der Radiosender RTBF berichtete am Dienstag, die Behörden erwarteten das Ergebnis von MKS-Tests bei zwei Rindern des Hofes nahe der französischen Grenze noch im Laufe des Tages. Eine Stellungnahme des Agrarministeriums war zunächst nicht zu erhalten. Der Besitzer des Hofes in der südlichen Stadt Chimay sagte dem Sender, bei beiden Tieren sei am Montag Fieber ausgebrochen. Seit Ausbruch der Seuche Ende Februar in Großbritannien sind bisher keine MKS-Fälle in Belgien aufgetreten. Tests bei aus Großbritannien importierten Schweinen Anfang März in Diksmuide bestätigten den Verdacht der Seuche nicht. Zur Vorbeugung gegen die Klauenseuche waren in Belgien am Samstag 400 Schweine geschlachtet werden. Die Seuche kann auch Schafe, Rinder und Ziegen befallen, ist für den Menschen jedoch harmlos. Die Zahl der Infektionsherde in Großbritannien erhöhte sich auf 634. Im übrigen Europa sind bisher MKS-Fälle in Irland, Frankreich und den Niederlanden aufgetreten. Zwei neue BSE-Fälle bestätigt Außerdem sind der fünfte und sechste Fall der Rinderseuche BSE in Belgien seit Beginn des Jahres in Brüssel bestätigt worden. Seit dem Beginn der systematischen Tests zum Jahreswechsel seien mehr als 60.000 Rinder auf den Seuchenerreger untersucht worden, hieß es. Daraus ergibt sich eine Quote von einem BSE-Fall auf rund 10.000 Tests. Die Herden der beiden positiv getesteten Tiere, die 137 und 51 Rinder umfassen, sollen getötet werden. (APA)