Mit einer neuen Version der PDF-Software Acrobat kann das "Portable Document Format" noch bequemer als bisher für Allround-Arbeiten mit Dokumenten genutzt werden, bei denen neben dem Inhalt auch die Layout-Darstellung erhalten bleiben soll. "In vielen Unternehmen wird PDF schon wie Papier benutzt", sagt der Systemberater Frank Memhardt bei einer Präsentation von Acrobat 5.0 auf der Cebit. Neuerung Auffälligste Neuerung ist neben der an Windows-Standards angepassten Oberfläche die Möglichkeit, den Textgehalt von PDF-Dateien in ein Textformat wie RTF umzuwandeln. Ebenso können Bilder als jpg-Datei extrahiert werden. Auf Wunsch lässt sich auch die ganze PDF-Seite in einem Bildformat abspeichern. Umgekehrt können die verschiedenen Dateiformate von HTML bis JPG in PDF-Dokumente umgewandelt werden, damit die spezifischen Vorteile dieses Formats für das Lesen am Bildschirm genutzt werden können. "Public Keys" Dazu gehört jetzt auch eine 128-Bit-Verschlüsselung für den Umgang mit vertraulichen Dokumenten. Über "Public Keys" können PDF-Dokumente gezielt an einzelne Empfänger geschickt werden, ohne dass sich Unbefugte Zugang dazu verschaffen können. Der öffentliche Schlüssel des Empfängers wird zur Kodierung genutzt - zum Entschlüsseln muss der Adressat seinen nur ihm bekannten privaten Schlüssel einsetzen. Die Sicherheitsstufen können unterschiedlich gestaffelt werden. So hat der Autor eines PDF-Dokuments die Möglichkeit, die Leser daran zu hindern, das Dokument ausdrucken zu lassen. PDF-Dokumente für Kleinbildschirme Ausgeweitet wurden auch die Fähigkeiten für das Erstellen von elektronischen Büchern (eBooks). Das Update ermöglicht es, die Seitengröße eines Dokuments flexibel dem Ausgabegerät anzupassen. Damit können PDF-Dokumente für die Kleinbildschirme der "Personal Digital Assistants" (PDA) wie Palm, PocketPC oder Psion optimiert werden. In Arbeitsgruppen können PDF-Dokumente auch innerhalb des Browsers mit Kommentaren versehen werden, die von den anderen Teilnehmern dann gelesen und wieder kommentiert werden können. Dazu muss Acrobat 5.0 allerdings an jedem Arbeitsplatz installiert sein. Erstmals unterstützt wird auch XML: Dieses universelle Format für die Weitergabe und Verarbeitung strukturierter Dokumente im Internet wird vom Acrobat zunächst für Formulare sowie für die Dokumentinformationen genutzt. 210.000 Downloads Die weite Verbreitung des PDF-Formats wurde wesentlich durch den kostenlos erhältlichen Acrobat Reader gefördert. Vom Adobe-Server werden derzeit an einem einzigen Werktag 210.000 Reader heruntergeladen, wie Adobe-Manager Peter Körner auf der Cebit mitteilte. 1997 wurden erst 10.000 Downloads pro Werktag gezählt. Die deutschsprachige Version von Adobe Acrobat 5.0 für Windows und Macintosh wird voraussichtlich bis Juni erscheinen. (APA)