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Straßburg - Großbritannien hat am Dienstag die Europäische Charta zum Schutz der Regionalsprachen ratifiziert. Wie der Europarat in Straßburg mitteilte, verpflichtet sich London damit, Minderheitensprachen einen angemessenen Raum im öffentlichen Leben einzuräumen - etwa in der Schule, an der Universität, in der Verwaltung oder in den Medien. Neben Englisch werden in Großbritannien vor allem noch Walisisch, Gälisch und Welsh gesprochen. In einigen Regionen Schottlands, in Wales und auf der Isle of Man haben außerdem noch Reste keltischer Sprachen überlebt. Der 1992 verabschiedete Völkervertrag zielt darauf ab, die sprachliche Vielfalt in Europa zu erhalten. Unter die Charta fallen Minderheitensprachen, die traditionell in bestimmten Regionen gesprochen werden, nicht aber die Sprachen von Einwanderern. Die Charta ist bisher in elf der 43 Europaratsländer in Kraft, darunter in Deutschland und der Schweiz. 13 andere Länder, darunter Österreich, haben den Text unterzeichnet, aber noch nicht ratifiziert. Österreich will das Dokument aber in Kürze ratifizieren. (APA)