Wien - Der oberösterreichische Notebook-Hersteller Gericom will künftig auch in Shanghai expandieren. Wie das "Wirtschaftsblatt" in seiner morgen, Mittwoch, erscheinenden Ausgabe unter Berufung auf Gericom-Chef Hermann Oberlehner berichtet, verhandelt das Unternehmen gerade mit den dortigen Behörden über eine Betriebsansiedelung. Gemeinsam mit einem chinesischen Partner plane Gericom zunächst die Errichtung einer Fertigungsstätte sowie eines Labors zur Entwicklung und Qualitätskontrolle. Anschließend solle der chinesische Markt für Notebooks erschlossen werden. Auf das Werk Linz hätten die China-Pläne keine Auswirkung, ausbauen wolle Oberlehner den österreichische Standort aber nicht mehr. Große Stückzahlen seien in Österreich "nicht zu machen". Das Problem in Linz sei, dass es keine Nachwuchs-Arbeitskräfte gebe, die Löhne hoch und die Mobilität gering sei. Oberlehner erwarte für das Jahr 2000 einen Umsatz von rund 7 (1999: 4,57) Mrd. S. 2002 solle der Umsatz bereits bei 10 Mrd. S, 2003 bei mindestens 13 Mrd. S (945 Mill. Euro) liegen. Drei Viertel des Umsatzes seien im Jahr 2000 aus Deutschland gekommen. Im vergangenen Jahr seien dort rund 114.000 Notebooks abgesetzt worden. (APA)