Klagenfurt - Der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider (F) hat Dienstag Abend Gerüchte um seinen möglichen Rückzug aus der Politik im Gefolge des schlechten Abschneidens seiner Partei bei der Wiener Gemeinderatswahl dementiert. "Das entspricht lediglich dem Wunschdenken einiger Personen, ist jedoch völlig absurd", ließ Haider über seinen Sprecher Karl-Heinz Petritz mitteilen. "Diesbezügliche Mediengerüchte sind in keiner Weise nachvollziehbar", sagte Petritz und dementierte damit einen entsprechenden "Presse"-Bericht (Mittwoch-Ausgabe). Petritz sagte als Begründung, dass Haider bisher nicht zu Wiener Wahl Stellung genommen und nicht an der Bundesparteivorstandssitzung teilgenommen hat: "Der Landeshauptmann ist einfach krank und das bleibt ihm wohl unbenommen." Die Tageszeitung "Die Presse" titelt in ihrer morgigen Ausgabe "Alarmstimmung in FP-Spitze - Zieht sich Haider nun zurück?" Im Blattinneren findet sich dann die Passage: "Schon am Sonntag Abend soll der Ex-Parteichef demnach unter dem Eindruck der Niederlage seinen völligen Rückzug aus der Politik angedroht haben." Bleiben wolle er nur, wenn es ein "Köpferollen" in der Partei gebe - und zwar auf höchster Ebene, also auch in der Regierung, so die "Presse" weiter. Insgesamt sorgten die Gerüchte über einen angeblich bevorstehenden Rückzug Haiders aus der Politik Dienstag Abend in Kärnten für einige Aufregung und auch für Unverständnis: "Was ist damit gemeint, wird sich Haider als 'einfaches Parteimitglied' oder als Landeshauptmann zurückziehen?" war der Tenor der Fragen. Und, so formulierte es jedenfalls Petritz, "warum sollte er?" (APA)