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Linz - Nach Ansicht der Dresdner Bank werden sich die Aktienmärkte in den USA und in Europa mittel- bis langfristig wieder auf stabilen Niveau erholen. Diese Einschätzung äußerten Börseexperten der Bank gemeinsam mit Analysten der Kepler Fonds KAG bei der "5. Internationalen Fondstagung" der oberösterreichischen Hypo Landesbank AG vor rund 1.000 Besuchern Dienstag Abend im Palais Kaufmännischer Verein in Linz. "Der Schlüssel für die nun schon so lange anhaltende Baisse der Aktienmärkte liegt eindeutig in den USA. In den letzten zehn Jahren hat es in den USA einen atypischen Konjunkturverlauf gegeben, der vor allem von der Angebotsseite getragen wurde. Dies führte zu Über- und Fehlinvestitionen im Technologiebereich. Nun ist diese Blasenwirtschaft geplatzt", erklärt Eckhard Schulte von Dresdner Kleinwort Wasserstein - der Investment-Bank der Dresdner Bank. Erholung Ende 2001 Volkswirtschaftlich stünden den USA bis Ende des Jahres noch schwere Zeiten bevor. "Die Aktienmärkte haben diese Entwicklung aber schon früh antizipiert und sind deshalb zum Großteil in den den Werten enthalten. Spätestens Ende 2001 erwarte ich mir eine Erholung", sieht Schulte Licht am Ende des "Aktientunnels". Die Krise in den USA hatte und habe natürlich auch Einfluss auf Europa. "Obwohl es in Europa keine solchen Fehlinvestitionen im Technologiebereich gab, wie in den USA, trifft natürlich die generelle Welthandelsabschwächung auch Europa. Doch durch den stärkeren privaten Konsum wird der Nachfrageausfall in Europa viel moderater Ausfallen", betonte Schulte. In so einem "Bear Market" gebe es für die Anleger aber nicht nur Enttäuschungen sondern auch Chancen. "Jetzt muss man defensive Branchen oder zyklische Sektoren bevorzugen. Übergewichten sollte man derzeit Werte von Nahrungsmittel-, Pharma- und Versicherungskonzernen. Auch mit Unternehmen, die in der Öl- und Gasbranche tätig sind, lässt sich derzeit Geld verdienen", erklärte Klaus Schlote von der Dresdner Bank. Die Finger lassen sollte man aber von Unternehmen, die stark vom privaten Konsum abhängen, wie etwa Einzelhandelsunternehmen sowie Hotel- und Freizeitkonzernen. Für den Nasdaq erwartet sich Schlote kurzfristig eine so genannte "Bear-Market-Ralley". "1.000 Punkte nach oben seien derzeit durchaus drinnen. Das ist ein Potenzial von plus 40 bis 50 Prozent. Aber jetzt schon eine stabile Erholung zu erwarten, wäre doch etwas zu früh, stellte der Banker fest. (APA)