Wien - Wenn es nach Staatssekretär Wolfgang Ruttensdorfer geht, sollen bis zum Jahr 2003 alle Ämter auf Länder- und Gemeindeebene in den elektronischen Amtshelfer http://www.help.gv.at eingebunden sein, und bis 2005 alle Amtswege elektronisch via Internet erledigt werden können. Dies kündigte Ruttenstorfer am Freitag in Wien an. An eine Vergebührung werde dabei auch weiterhin nicht gedacht. Noch heuer soll ein Antrag für Steuer-Ratenzahlungen getestet werden, ab dem Jahr 2000 sollen die interaktiven Amtswege auch digital abgebildet werden. Ausgebaut wird die Vernetzung aller Verwaltungsebenen. Die Bürger könnten dann auch "von zu Hause schauen, wo ihr Akt liegt und wie weit er bearbeitet ist", sagte Ruttenstorfer. Besonderes Augenmerk werde auf den Datenschutz gelegt, HELP selbst führe zu keiner Verknüpfung von Daten. Für jene Bürger, die keinen eigenen PC haben oder am Arbeitsplatz nutzen können, soll der Amtsweg per Mausclick über "öffentliche" Geräte in Selbstbedienungs-Terminals begehbar sein, so das ehrgeizige Vorhaben Ruttensdorfers. Hunderte solcher Infosäulen sollen in Gemeindeämtern, Postämtern, Banken und Polizeikommissariaten installiert werden. Ob diese auch vom Finanzministerium finanziert werden, war nicht zu erfahren. (pte)