Moskau - Bei der Bergung des gesunkenen russischen Atom-U-Boots "Kursk" soll die zerstörte Torpedo-Kammer auf dem Grund der Barentssee bleiben. Der stellvertretende Ministerpräsident Ilja Klebanow erklärte am Donnerstag, eine Hebung der Kammer könne das Projekt gefährden, da die Torpedos noch immer explodieren könnten. Die Kammer werde mit Spezialgerät vom Rest des U-Boots abgetrennt, zitierte die russische Nachrichtenagentur Interfax Klebanow. Bergung noch in diesem Jahr Die auf mehrere Monate angelegte Bergung der "Kursk" soll noch in diesem Jahr erfolgen. Einen genauen Termin nannte Klebanow nicht. Russland hat seinen Anteil an der Finanzierung der Bergungsaktion noch nicht bereitgestellt. Experten befürchten, dass Herbststürme die Arbeit behindern werden, wenn mit den Vorbereitungen nicht in Kürze begonnen wird. Das U-Boot sank am 12. August nach mehreren Explosionen auf den Grund der Barentssee. Dabei kamen alle 118 Mann Besatzung ums Leben. An Bord des Wracks befinden sich noch immer die Leichen von mehr als 100 Matrosen. Die Unglücksursache ist bisher nicht eindeutig geklärt. (APA/AP)