Berlin - Der deutsche Umweltminister Jürgen Trittin soll nach Informationen der "Stuttgarter Zeitung" nach dem Willen führender Grünen-Politiker zum Rücktritt aus seinem Ministeramt gedrängt werden. Eine entsprechende Absprache habe der Realo-Flügel der Partei unter Beteiligung von Außenminister Joschka Fischer getroffen, berichtete die Zeitung am Donnerstag im Voraus in Berlin. Ziel sei es, Trittin noch vor der Sommerpause durch Druck innerhalb von Partei und Fraktion sowie in der Öffentlichkeit zum Amtsverzicht zu bewegen. Wenn Trittin nicht von sich aus Konsequenzen ziehen wolle, solle ihm in der Bundestagsfraktion oder in einem Führungsgremium der Partei das Vertrauen entzogen werden, berichtet die Zeitung. Auch mit einflussreichen Repräsentanten des linken Parteiflügels sei Übereinstimmung erzielt worden, dass Trittin zu einer Belastung für die Partei geworden sei und dass die Grünen nicht mehr mit ihm in den Bundestagswahlkampf 2002 ziehen könnten. Als Nachfolger sei der Grünen-Umweltpolitiker Reinhard Loske im Gespräch. Die SPD habe signalisiert, dass sie einen Amtsverzicht Trittins begrüßen würde. (APA/dpa)