Spätestens mit Oktober dieses Jahres haben die Hörer und Hörerinnen im Zentralraum Salzburg noch ein zusätzliches Radioangebot. Wie vom STANDARD berichtet, hat die Regionalradiobehörde vergangenen Donnerstag an eine Veranstaltergemeinschaft, bestehend aus dem freien Verein "Radiofabrik" und der Firma "Objekt-Werbung", die Lizenz für die Frequenz 107,4 Megahertz vergeben. Für den Mitbewerber Evangeliumsrundfunk muss nach Aussage der Behörde ein Sendefenster von zwei Stunden pro Woche freigehalten werden. Die kommerziell orientierte "Objekt-Werbung" und die nach dem Konzept eines Bürgerradios aufgebaute "Radiofabrik" werden in den nächsten Tagen eine gemeinsame Gesellschaft für den Sendebetrieb gründen. Die Programme werden jedoch völlig autonom erstellt. Auch einen gemeinsamen Namen dürfte es nicht geben: Das freie Radio will wie schon jetzt in seinem Sendefenster bei Radio "Arabella" unter "Radiofabrik" senden. Neben Sendungen für Kultur- und Sozialinitiativen ist auch ein eigenes Seniorenprogramm geplant. Die "Objekt-Werbung" strebt hingegen einen "durchhörbaren" Sendebetrieb an. Sie ist bis jetzt mit dem Namen "City-Radio" aufgetreten. Die "Objekt-Werbung", hinter welcher der Salzburger Energiegigant Salzburg-AG steht, bekommt die werblich interessanten Zeiten wochentags von sechs bis 18 Uhr. Für die "Radiofabrik" ist das gesamte Wochenende reserviert sowie unter der Woche die Zeit zwischen 18 Uhr und fünf Uhr morgens. Unklar ist derzeit noch, wo die Sendeanlage aufgebaut werden soll. Die Macher der "Radiofabrik" haben den Salzburger Kapuzinerberg im Auge: Von diesem Stadtberg könnte das neue Radio bis nach Hallein ausstrahlen. (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 31. März/1. April 2001)