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Foto: APA/AFPI/Menahem
Gaza/Jerusalem - Einen Tag nach den schwersten Zusammenstößen zwischen israelischen Soldaten und palästinensischen Demonstranten seit Wochen ist es am Samstag im Gaza-Streifen erneut zu gewaltsamen Auseinandersetzungen gekommen. Der israelische Armeesender meldete, Demonstranten hätten im Bereich des Erez-Kontrollpunkts an der Grenze zu Israel und an der Nezarim-Kreuzung im südlichen Teil des Gaza-Streifens Soldaten mit Steinen und Brandsätzen beworfen. Diese feuerten Stahlgeschoße mit Hartgummi-Mantel zurück und setzten Tränengas ein. Bei Feuergefechten im Westjordanland waren am Freitag bei Nablus und Ramallah insgesamt sechs Palästinenser getötet und mehr als 200 verletzt worden. Auch im Bereich der geteilten Stadt Hebron war es zu besonders schweren Kämpfen gekommen. In Ramallah starb in der Nacht zum Samstag ein Palästinenser, der bei dem Raketenangriff israelischer Kampfhubschrauber auf die Stadt am Mittwochabend schwer verletzt worden war. Nach israelischen Angaben handelte es sich um ein Mitglied der Eliteeinheit "Force 17", aus der auch die Leibgarde des palästinensischen Präsidenten Yasser Arafat rekrutiert wird. Die Palästinenser gaben hingegen an, der Mann habe eine neben dem Hauptquartier der "Force 17" gelegene Schule bewacht. In Jerusalems Altstadt wurde am Samstag ein Palästinenser unter dem Verdacht festgenommen, dass er einen israelischen Polizisten mit einem Messer angreifen wollte. Der Armeesender meldete, der Mann habe das Messer kurz zuvor in einem nahe gelegenen Geschäft gekauft. Möglicherweise sei er geistesgestört. (APA/dpa)