Wien - Einen "eindeutigen Österreich-Abschlag" erkennt der Generaldirektor des Wiener EDV-Dienstleisters Beko Holding AG, Peter Kotauczek, am "Neuen Markt" in Frankfurt. Der Kurs der Beko-Aktie, die am 16. Juni an die Börse gebracht wurde, erlebe eine irrationale Abwärtsentwicklung, die nur bei österreichischen Notierungen erkennbar sei, sagte Kotauczek Dienstag abend auf einer Podiumsdiskussion der Industriellenvereinigung. Die Beko-Aktie war am 15. Juni erstmals mit ihrem bisherigen Höchstkurs von 63,30 Euro notiert worden und erlebt seither einen fast kontinuierlichen Abwärtstrend. Heute, Mittwoch durchbrach der Kurs erstmals die 40-Euro-Marke nach unten und kam (bis 10.30 Uhr) zwischenzeitlich auf ein neues All-Time-Low von 39,10 Euro auf Verlaufsbasis. Der bisher letzte Wert (gegen 10.50 Uhr) wurde mit 39,70 angegeben. Das, obwohl Beko am 18. August einen rekordhaften Gewinnanstieg nach Zinsen und Steuern um 148 Prozent auf 75,3 Mill. S bekanntgab. Das EGT war um 68 Prozent auf 78,1 Mill. S gestiegen. Beko war demzufolge eines der ersten Unternehmen, das von der seit heurigem August geltenden Möglichkeit des Rückkaufs eigener Aktien Gebrauch macht. Die Hauptversammlung hat für die volle Ausnützung des gesetzlichen Rahmens (10 Prozent des Grundkapitals) bereits grünes Licht gegeben, die gesetzliche Ausübungsfrist beträgt 18 Monate. (APA)