Weniger als 300 Tage sind es noch bis zu den Olympischen Winterspielen 2002 in Salt Lake City und dementsprechend intensiv verlaufen auch die Vorbereitungen des Österreichischen Olympischen Comitees (ÖOC) für die Spiele vom 8.-24. Februar. Noch näher liegt die Entscheidung, mit welcher Stadt sich Österreich um die Winter-Spiele 2010 bewirbt. Derzeit haben Salzburg und Kitzbühel Absichtserklärungen abgegeben, am 1. September fällt die Entscheidung. Diese Entscheidung wird laut ÖOC-Generalsekretär Heinz Jungwirth so frühzeitig getroffen, damit sich die Kosten in Grenzen halten. Bis 1. Juli können sich noch weitere Interessenten bewerben, doch glaubt Jungwirth trotz einiger Gerüchte aus der Steiermark bzw. Kärnten nicht, dass noch eine weitere eigenständige Kandidatur dazu kommt. Im August ist dann ein stark an die IOC-Anforderungen angelehnter Fragebogen auszufüllen und am 1. September entscheidet sich der neue ÖOC-Vorstand dann für einen Kandidaten. Das Prozedere des Auswahlverfahrens wird bei der Vorstandssitzung am 13. Juni fest gelegt. Was die Spiele 2002 in Utah betrifft, sprachen sowohl ÖOC als auch der ORF am Mittwoch bei einer Pressekonferenz von einer "einmaligen und außergewöhnlichen" Veranstaltung. Das trifft im Speziellen auf den ORF zu, der 17 Tage lang von den Spielen täglich und durchgehend acht Stunden (von 16.00 bis 4:00 Uhr früh) berichten wird und dafür ORF 1 komplett "ausräumt". "ORF 1 wird zum Olympia-Kanal schlechthin, so etwas ist noch nie dagewesen. Nagano war schon gewaltig, aber Salt Lake wird von der Berichterstattung her alles in den Schatten stellen", sagte ORF-Sportchef Elmar Oberhauser, der die Kosten dafür mit 200 Millionen Schilling (14,5 Mill. Euro) bezifferte, wobei jeweils 100 Millionen auf Produktions- bzw. Lizenz-Kosten anfallen. Das ÖOC hat 20 Mio S Kosten (1,45 Mill. Euro) für die Spiele einkalkuliert und fährt damit sogar etwas günstiger als in Nagano. Jungwirth rechnet mit einem Team von rund 100 Aktiven sowie noch einmal 100 Funktionären und versprach in gediegener Umgangssprache: "Wegen dem Geld wird keiner zu Hause bleiben müssen. Diese Summe haben wir auf dem Sparbuch." (APA)