Wien - Der alternative Festnetzanbieter und Inhaber der vierten österreichischen Mobilfunk-Konzession, tele.ring, hat sich dem Thema Internet als "großem Zukunftsmarkt innerhalb der Telekom-Industrie" verschrieben. Neben dem Auftritt als Sponsor der Aktion "Österreich ans Internet" des Bundeskanzleramts mit 2,5 Mill. S bietet tele.ring ein Internet-Paket mit Hochgeschwindigkeits-Zugang, das in Bälde um einen spezielles Business-Tarif erweitert wird, sagte tele.ring-Vorsitzender Christoph Boelling Donnerstag Abend vor Journalisten. Das Ziel für tele.ring heißt Vollsortimenter der Telekommunikation Festnetzkunden, die sich für tele.ring entschieden haben (Vorwahl 1012), haben mit der 1012 Surfnet CD-Rom "sofort schnellen und leistungsstarken Vollzugang ins Internet". Ohne Anmeldegebühren, Grundgebühren oder Kosten für einen Internet Service Provider kann um 50 Groschen die Minute im Internet gesurft werden. Die Einwahl erfolgt direkt unter der Nummer 1012 01 933 1012 an das tele.ring-Netz. Zusätzlich stehen sechs e-mail-Adressen und 10 MB Platz für eine Homepage zur Verfügung. Als Zielgruppe habe man sich Einsteiger und Durchschnitts-Surfer vorgenommen, aber auch Freiberufler etwa, die sich im Internet präsentieren und Werbung betreiben können. Zudem stünden mit 1012 Surfnet zahlreiche Newsgroups offen, der 1012-Kunde habe die Möglichkeit, weltweit mit mehr als 30.000 Usern zu "chatten". Durch diese Kooperation werde tele.ring nun auch die Internet-Nutzung über Breitband erschließen Neben dem ganz normalen Verbindungsnetzbetrieb startet tele.ring aber auch Pilotprojekte in Mayrhofen und Linz mit örtlichen Kabelnetzbetreibern. Durch diese Kooperation werde tele.ring nun auch die Internet-Nutzung über Breitband erschließen. Der rasche und hohe Datendurchsatz sei vor allem auch für die Tourismusbranche interessant, meint Boelling. Über einen virtuellen Reiseführer könne man Touristen aktuell und rasch z. B. auch über Web-Kameras informieren. Für das kommende Jahr plant tele.ring Intranetlösungen im Festnetz für Firmenkunden (virtual private networks - VPN). Ebenfalls 2000 werden die österreichweiten tele.ring IP-Netze mit jenen der deutschen Mutter Mannesmann in anderen Ländern zusammengeschlossen, so dass diese hohen Übertragungsgeschwindigkeiten beibehalten werden können, da der Verkehr nicht mehr über internationale Carrier sondern über die Mannesmann-Netze laufe. Eindocken Durch den Hochgeschwindigkeits-Zugang werde Internet weitere Verbreitung finden, ist tele.ring überzeugt. Vor allem mittelständische Unternehmen hätten nur dann gute Chancen wenn sie "sich rasch im world-wide-web eindocken". Bezüglich Internet sei Österreich in Europa noch ein Nachzügler. 50 Prozent aller Haushalte hätten einen PC, aber nur 20 Prozent ein Modem, nur 13 Prozent Internet-Zugang, zitiert Boelling eine Erhebung des Austrian Internet Monitors. Auch die Wachstumsraten seien im europäischen Vergleich dürftig. Zudem sehen mehr als die Hälfte der Verbraucher keinen Vorteil durch das Internet, dabei sind 61 Prozent von Europas Klein- und Mittelbetrieben überzeugt, dass das Internet die Geschäftstransaktionen innerhalb von fünf Jahren revolutionieren werden.(APA)