Wien - Die Raiffeisen Zentralbank (RZB) sieht die AUA-Aktie derzeit mit Unsicherheiten behaftet, hält ihre bisherige "Neutral"-Empfehlung aber weiterhin aufrecht. Für das laufende Geschäftsjahr 2001 rechnet das Institut auf Grund geringerer Erlöse aus den Flugzeugverkäufen und höheren Materialaufwendungen mit einem leichten Rückgang beim Betriebsergebnis (EBIT) von 83,8 auf 77,1 Mill. Euro (1,061 Mrd. S). Der Umsatz sollte um 32 Prozent auf 2,29 (2000: 1,74) Mrd. Euro steigen. Den Gewinn je Aktie 2001 erwartet die RZB mit 0,71 (nach 1,56) Euro. "Verschiedenen Faktoren führen derzeit zu einer gewissen Unsicherheit, die sich auch im Kursverlauf der AUA-Aktie widerspiegelt", so RZB-Analystin Irene Langer in der aktuellen AUA-Analyse. Unsicherheit bereiten demnach etwa die vorzeitige Abberufung des Vorstandes per Jahresende und die parallele Strukturschaffung auf Grund der Integration der Lauda Air wie auch die Ausschöpfung des Synergiepotenzials durch die Mitgliedschaft in der Star Alliance. Auch werde die Fortführung der niedrigen Entlohnung für das Lauda Personal wahrscheinlich für weitere Diskussionen innerhalb der Gruppe sorgen, meint Langer. Zudem habe die EU Bedenken gegenüber der Kooperation Lufthansa-AUA auf den Strecken Deutschland und Österreich bekundet. Das könnte in die Erteilung von Auflagen münden. Leichter Druck auf die AUA-Aktie könnte laut RZB-Analystin Langer auch aus dem Ausschluss aus dem MSCI-Index ausgehen, dessen erste Umstellung im November erfolge. (APA)