Der ehemalige US-Vizepräsident Al Gore, der als einer der politischen Väter des Internets bezeichnet wird, konnte als einer der Keynote-Speakers für die im September stattfindende Wiener Fachmesse für Informations- und Kommunikationstechnik Ifabo 2001 gewonnen werden. Al Gore wird beim auf der Ifabo stattfindenden cita 2001-Kongress, der gemeinsam vom Ifabo-Veranstalter Reed Messe Wien und der Dachorganisation der Internet-Service Provider Austria (ISPA) geplant und konzipiert wird, über die "Zukunft des Internet" referieren, teilte Matthias Limbeck, New Business-Geschäftsführer der Reed Messe Wien am Freitag auf einer Pressekonferenz in Wien mit. Auch Erkki Liikannen kommt Als weiterer prominenter Keynote-Speaker konnte der EU-Kommissar für Wirtschaft und Informationstechnologie Erkki Liikannen gewonnen werden. Angefragt wurden laut Presseunterlagen daneben noch unter anderem der Vize-Vorsitzende von AOL, Ted Turner, Intel-Chairman Andy Grove und Netscape-Chef Jim Clark. Als Ifabo-Anchorman und Leitfigur der Gesamtkommunikation wurde ORF-Sprecher Josef Broukal engagiert, dem auch ein virtueller Avatar nachempfunden wurde. Viele Großunternehmen wieder unter den Ausstellern Von den großen Telekommunikations- und Computerunternehmen, die zuletzt an der Ifabo nicht mehr teilgenommen hatten, haben für heuer bereits mehrere zugesagt, darunter IBM, SAP und Telekom Austria. Microsoft und Compaq werden sich in den nächsten beiden Wochen endgültig entscheiden, seien aber prinzipiell interessiert, auf der Ifabo 2001 aufzutreten, sagte Limbeck. Auch einige Siemens-Töchter wollen auftreten, dem müsse aber erst der Konzern zustimmen. "Ifabo soll Leitmessse werden" Bis 2003 will Reed Messe Wien mit der Ifabo eine Leitmesse für den zentral- und osteuropäischen Raum schaffen. Heuer konzentriere man sich noch auf den österreichischen Markt, seit zwei Wochen werde aber auch das umliegende Ausland mittels Direct Mailing bearbeitet. Es sind Roadshows in Osteuropa und in Israel geplant. 20 bis 30 Unternehmen, davon 12 israelische auf einem Gemeinschaftsstand, dürften an der Ifabo 2001 teilnehmen. Jedoch werden bereits heuer zahlreiche Besucher aus den umliegenden östlichen Ländern erwartet. Ohne die Reed Messe Wien als neuer Veranstalter hätte es keine Ifabo 2001 gegeben. Unternehmen hätten sie nicht mehr budgetiert gehabt. Das sei auch ein Grund, warum vier bis fünf Kontakte notwendig seien, um eine Zu- oder Absage zu erhalten, sagte der New Business-Geschäftsführer des Messe-Veranstalters Reed Messe Wien, Matthias Limbeck, am Freitag bei einer Pressekonferenz in Wien. Von den Key Account-Managern werde der Ifabo-Neustart und die Konzentration auf die Business-Ebene durchwegs positiv gewertet. "Alte Bilder und Imageprobleme sollen ausgeräumt werden" Es müssten allerdings alte Bilder und Imageprobleme ausgeräumt werden. Limbeck und Wiener Wirtschaftskammerpräsident Walter Nettig wiesen dabei auf die gute Zusammenarbeit hin. "Wir sind wie die Irren unterwegs, um eine positive Imagekampagne zu machen", sagte Limbeck. Beispielsweise sollen noch im Juni und Juli 315.000 Unternehmen mittels Mailing direkt angesprochen werden. Zutritt erst ab 18 Jahren Die Besucher - Zutritt wird laut Limbeck nur für Erwachsene über 18 Jahre und geführte Schulklassen möglich sein - werden durch ein fünf Nutzenfelder umfassendes Leitsystem durch die Messe geführt werden. Neben einer Produktsegmentierung nach Hallen soll jeder Ausstellungsstand nach seiner Lösungskompetenz gekennzeichnet sein. Vorgesehen sind die Kategorien Interne Abläufe, Wertschöpfung, Neue Geschäftsfelder, Kundenbeziehungen und Kommunikation. (APA)