London - Ronnie Biggs (71), englischer Posträuber, ist nach Informationen des "Mirror" so krank, dass eine Notoperation verschoben werden musste. "Es scheint ihm schlechter zu gehen", wurde sein Sohn Michael (26) am Dienstag in der Zeitung zitiert. "Ich mache mir große Sorgen über seinen Zustand. Er liegt im Sterben." Das Queen-Elizabeth-Krankenhaus in Süd-London bezeichnete seinen Zustand am Dienstag als "stabil". Vierter Schlaganfall im Gefängnis Der "Große Zugräuber" hatte am Samstagabend im Gefängnis seinen vierten Schlaganfall erlitten. Vor vier Wochen war er nach 35 Jahren auf der Flucht freiwillig aus Brasilien in seine Heimat zurückgekehrt, um sich zu stellen. Er wurde noch im Flugzeug festgenommen. Der gelernte Zimmermann war einer der 15 Gangster, die im August 1963 den Nachtzug von Glasgow nach London ausgeraubt hatten und mit 2,6 Millionen Pfund entkommen waren - damals etwa 200 Millionen Schilling. Die Räuber wurden einen Monat später gefasst. Biggs bekam 30 Jahre Gefängnis. Doch nach 15 Monaten konnte er mit einer Strickleiter ausbrechen. In Paris ließ er von einem Chirurgen sein Gesicht verändern und floh dann über Australien 1970 nach Brasilien. (APA/dpa)