Graz - Der lang erwartete Schließungs- bzw. Zusammenlegungsplan für die steirischen Gendarmerieposten liegt jetzt vor: Konkret sollen noch heuer 15 Posten geschlossen werden. Im kommenden Jahr werden weitere neun folgen. Bis längstens 2005 werden noch einmal 22 Dienststellen abgebaut, bzw. mit anderen zusammengelegt, geht aus dem Papier hervor. In den vergangenen Wochen war zwar immer die Rede davon gewesen, dass es zu Schließungen und Zusammenlegungen kommen würde, aber eine Gebiets- bzw. Bezirksverteilung war offiziell nicht zu erfahren. Jetzt wurde bei einer Informationsveranstaltung im steirischen Landesgendarmeriekommando den steirischen Bezirkshauptleuten und Bürgermeistern reiner Wein eingeschenkt. Betroffen wären 16 steirische Bezirke. Noch heuer sollen 15 Posten mit über 80 Beamten eingespart werden, geht aus dem Papier hervor: So ist es im Bezirk Bruck an der Mur der Posten St. Katharein, im Bezirk Deutschlandsberg die Posten St. Oswald, St. Stefan ob Stainz und Bad Gams. In Graz-Umgebung sollen noch heuer die Posten Übelbach, Wundschuh, Stattegg und Feldkirchen geschlossen werden. Im Bezirk Hartberg geht es um Stubenberg am See, in Judenburg um den Posten Weißkirchen, im Bezirk Leoben um den Posten Wald am Schoberpass. In Liezen stehen Stein an der Enns und Selzthal zur Disposition, im südsteirischen Radkersburg die GREKO Radkersburg. In Weiz wird die Schließung von Fischbach geplant. Von Haus im Ennstal bis Kumberg könnten alle zu sein Bei den mittel- und langfristigen Vorhaben - also im Verlauf des nächsten Jahres, bzw. bis längstens 2005 - stehen Haus im Ennstal, St. Lamprecht, Stanz, Veitsch, Straden bei Halbenrain, Grafendorf, Waldbach, Pöls/Fohnsdorf/Oberzeiring sowie Ehrenhausen auf der Liste. Dazu kommen noch Vordernberg, St. Peter/Freienstein, Oberwölz, Mitterdorf/Krieglach, Krottendorf, Bärnbach, Puch, St. Margarethen/Sinabelkirchen/Hartmannsdorf, Schirmitzbühel, Breitenau/Kirchdorf, St. Martin/Wies, St. Oswald/Gratwein/Gratkorn und Kumberg. AUFbegehren Erste heftige Proteste kamen dazu vom freiheitlichen Klubobmann Franz Lafer, der auch Landesvorsitzender der AUF ist: Die "Basis" sei nicht in die Pläne des Innenministeriums eingeweiht worden. Sämtliche Vorhaben "von oben herab diktiert worden", so Lafer, der meint: "So darf man mit der Exekutvie nicht umgehen". Der FPÖ-Klubobmann kommt zum Schluss, dass die Pläne des Ministeriums "eine Gefährdung der Sicherheit in der Steiermark darstellen". Der steirischen Exekutive komme innerhalb der EU - Stichwort organisierte Kriminalität, Schlepperei und Drogenhandel - eine besondere Aufgabe zu. Innenministerium dementiert Das Innenministerium hat die jüngsten Zahlen zur Einsparung von Gendarmerie-Posten in der Steiermark zurückgewiesen. Wie ein Sprecher des Ministeriums betonte, befinde man sich noch mitten in der Evaluierungs- und Diskussionsphase. Es sei noch "überhaupt keine Entscheidung gefallen". Innenminister Ernst Strasser (V) hatte zuletzt angekündigt, dass bis zum Sommer eine Entscheidung darüber falle, welche Gendarmerie-Posten zusammen gelegt werden. (APA)