Graz - "Jeder kann für Vastic ein Angebot machen. Das ist in der Brache ja üblich." Mit diesen Worten reagierte Heinz Schilcher auf die Frage zur aktuellen Situation rund um den unzufriedenen Ivica Vastic, der sich ja von Sturm Graz eine Saison vor Vertragsende trennen will. Allerdings war der Manager der Steirer Dienstagmittag von den Absichten des langjährigen Spielmachers offiziell noch gar nicht unterrichtet, weshalb man sich vorerst über die Höhe einer möglichen Ablöse noch gar keine Gedanken gemacht habe. "Das hängt auch ganz vom Klub ab, von dem ein Angebot kommen sollte. Es ist ein Unterschied, ob Real Madrid oder der FC Kärnten Interesse zeigt", merkte Schilcher dazu an. Spekulationen, wonach der langjährige Spielmacher eventuell an den FC Kärnten verliehen werden könnte, bezeichnete er jedoch als "schwachsinniges Wunschdenken", da ja Vastic dann nach einem Jahr kostenlos frei wäre. Vorerst hatte allerdings laut Schilcher noch kein Klub bei Sturm um Vastic angefragt. Wenn die Politik den Sport zum "Verlierer" macht Bei der Verpflichtung von Nicht EU-Ausländern sind Schilcher derzeit die Hände gebunden, weil die Regierung den Beschluss der Bundesliga (acht pro Klub) nicht akzeptiert und auf fünf beharrt. "Wenn sich die Politik in den Sport einmischt, ist der Sport der Verlierer", bemerkte dazu der verärgerte Sturm-Manager, der deshalb mit der eventuellen Verpflichtung des russischen Spielmachers Waleri Ketschinow von Spartak Moskau noch zuwarten muss. Viele Veränderungen und viel Ungewisses Nichts Neues gibt es rund um Kocijan, Minavand und Martens, die sich laut Hannes Kartnig trotz gültiger Verträge einen neuen Verein suchen können. Schupp und Prilasnig wurden neue Kontrakte vorgelegt, die aber noch nicht unterschrieben sind. Schilcher: "Wenn sie zu lange zögern, werden die Angebote zurückgezogen." Der von Venezia ausgeliehene Ibertsberger wird laut Schilcher ("er ist derzeit unerschwinglich") nicht mehr den Sturm-Dress tragen. Markus Schopp, dessen Kontrakt zum Jahresende ausläuft, hat bisher noch nicht verlängert. Sollte er dies nicht bald tun und auch keinen neuen Verein finden, droht dem Internationalen im Herbst eine Rolle im Abseits. Schilcher: "Dann werden wir ihn sicher nicht forcieren und ihn nur dann spielen lassen, wenn es Verletzte gibt und er unbedingt gebraucht wird." (APA)