Washington - US-Präsident George W. Bush hat am Dienstag nach jahrelangen Beschwerden der amerikanischen Stahlindustrie über Billigimporte eine umfassende Untersuchung angeordnet. Wenn die unabhängige Internationale Handelskommission den Vorwurf bestätigt findet, dass die Importe die heimische Industrie schädigen, könnte dies zu hohen Importzöllen für ausländischen Stahl führen. Die Kommission soll ihre Empfehlungen bis November veröffentlichen. "Wenn es unfaire Handelspraktiken gibt, ist es im Interesse unseres Landes, aggressiv darauf zu reagieren", sagte Bush am Dienstag in Washington. Er sei besorgt über die Situation der amerikanischen Stahlindustrie. In den vergangenen Jahren haben mehrere amerikanische Stahlfirmen Gläubigerschutz beantragt. Sie behaupten, dass billige Importe vor allem aus Japan, Korea und Russland die Preise in den USA kaputt machten. Sie werfen den ausländischen Konkurrenten vor, mit Dumping-Preisen auf den amerikanischen Markt zu drängen. (APA/dpa)