Zagreb - Der wegen Kriegsverbrechen im Zweiten Weltkrieg verurteilte Kroate Dinko Sakic soll zwischen 1991 und 1995 illegalen Waffenhandel zwischen Argentinien und Kroatien betrieben haben. Wie das Zagreber Magazin "Globus" am Mittwoch berichtete, erfolgten die Geschäfte zu einer Zeit, als ein Waffenembargo der UNO für die Staaten des ehemaligen Jugoslawiens galt. Sakic war während des Zweiten Weltkriegs Chef des Konzentrationslagers Jasenovac in Kroatien und wurde im Oktober 1999 in Zagreb zu 20 Jahren Haft verurteilt. Nach dem Zusammenbruch des faschistischen Ustascha-Regimes in Kroatien 1945 flüchtete Sakic nach Argentinien. Das Konzentrationslager Jasenovac galt als größtes Vernichtungslager auf dem Balkan während des Zweiten Weltkriegs. In Jasenovac wurden zwischen 1941 und 1945 nach unterschiedlichen Angaben zwischen mehreren zehntausend bis zu einigen hunderttausend Serben, Roma, Juden und kroatische Anti-Faschisten grausam ermordet. (APA/dpa)