Bogota - Kolumbianische Guerilla-Gruppen legen zur Planung von Geiselnahmen neuerdings Computer-Datenbanken an. Nach kolumbianischen Presseangaben vom Dienstag sind die kommunistischen Rebellen bei Straßensperren mit vernetzten Laptops ausgerüstet, die die Namen möglicher Entführungsopfer gespeichert haben. Autofahrer hätten berichtet, sie seien von einer Guerilla-Gruppe angehalten und aus ihren Autos gezerrt worden. Nach der Überprüfung ihrer Identität per Notebook-PC seien 21 von insgesamt 30 Geiseln wieder freigelassen worden. Die Guerilleros setzten Computer ein, um wohlhabende Entführungsopfer "herauszufiltern", hieß es in der Tageszeitung "El Espectador" (Bogota). (APA/dpa)