New York - In den USA sterben und erkranken seit Anfang der neunziger Jahre weniger Menschen an Lungen- und Dickdarmkrebs, den am meisten gefürchteten Krebsarten. Auch bösartige Tumoren an der Prostata sind rückläufig. Dagegen registrieren Ärzte immer mehr Brustkrebsfälle. Das liegt nach Meinung der Experten jedoch nicht an einer wirklichen Zunahme von Brusttumoren, sondern der hohen Aufdeckungsrate durch Mammographien. Dieser Krebstest wird in den USA "bis ins hohe Alter" verordnet. Das Nationale Krebsforschungsinstitut (NCI) in Bethesda legte am Mittwoch den jüngsten Jahresbericht und einen Rückblick auf den Zeitraum von 1993 bis 1998 in seinem Journal vor. Demnach verringerte sich die Zahl der Krebstoten in den USA von 1992 auf 1998 um 1,1 Prozent, während sie in Deutschland im gleichen Zeitraum weiter anstieg. Das NCI führt die positive Entwicklung vor allem auf die zunehmende Anwendung von Krebstests wie Darmspiegelung, Mammographie und die Überprüfung des Prostataantigens PSA zurück. Entscheidend sei auch die "aggressive" Behandlung bösartiger Tumoren, vor allem im Frühstadium, in den USA und die rückgängige Zahl der Raucher. Etwas mehr als die Hälfte der amerikanischen Krebstoten (52,7 Prozent) von 1998 erlag einem Tumor in Lunge, Darm, Brust oder Prostata. Lungen- und Darmkrebserkrankungen gingen in den USA von 1993 bis 1998 leicht zurück. Prostatakrebsfälle sanken um ein Drittel, während die Brustkrebsrate in der gleichen Zeit um jährlich 1,2 Prozent stieg. (APA/dpa)