Salzburg - Robert Lechner hat am Samstag in der neuen V8-Star-Serie einen Einstand nach Maß verzeichnet. Der Salzburger, der im Rahmen der "Top-Ten" auf dem Salzburgring wenige Kilometer von seinem Heimatort entfernt sein Debüt in dieser Rennserie gab, feierte in der neuen Tourenwagen-Klasse einen überraschenden Sieg. Weniger Glück hatte hingegen Karl Wendlinger. Der Tiroler, im ersten Training noch Schnellster, schied aus. Lechner, normalerweise in der deutschen Formel-3-Meisterschaft im Einsatz, stellte sich von Tag zu Tag besser auf sein neues Arbeitsgerät ein. Im Training kam er auf die Plätze elf, neun und sechs, im "Super-Qualifying" der besten Acht dann sogar auf Platz vier. Und im Rennen lief es dann noch besser. In der ersten Schikane gab es erste "Verwicklungen", die wurden auch Karl Wendlinger zum Verhängnis. Der Tiroler fiel weit zurück, schied später aus. Des einen Freud, des anderen Leid Lechner hingegen kam hingegen als Dritter aus dieser Schikane, kurz darauf schied der vor ihm fahrende Roland Asch aus. Und schließlich erwischte es auch noch den Führenden Johnny Cecotto. Damit war der Weg für den 23-jährigen frei, auch eine neuerliche Saftey-Car-Phase überstand er unbeschadet. "Ich bin überglücklich. Nach dem eher durchwachsenen Start in der Formel 3 ist das natürlich ein Riesenerfolg, es ist fast wie im Märchen. Wobei meine Chance im Regen natürlich größer war als im Trockenen", freute sich Lechner. Des einen Freud war des anderen Leid. Denn Karl Wendlinger verzweifelte fast im Regen - und das schon im Qualifying. "Es war ein Wahnsinn. Sobald ich auf die Bremsen gestiegen bin, haben die Vorderräder blockiert", jammerte der Kufsteiner. Dann noch der Unfall in der ersten Schikane, schließlich noch ein weiterer Crash. "Plötzlich sind die Scheiben angelaufen, ich krachte in zwei Autos, die sich gerade gedreht hatten. Ein Wochenende zum Vergessen", so der Tiroler, der sich nun auf die 24 Stunden von Le Mans vorbereitet. Walter Lechner bei Formel VW auf Platz zwei Einen Tag nach dem sensationellen Erfolg von Robert Lechner in der V8-Star-Meisterschaft feierte das Team der Lechner-Racing-School einen Doppelsieg bei der Weltpremiere der neuen Formel Volkswagen. Der Belgier Philip Cloostermans gewann vor Walter Lechner jun. Walter Lechner hatte zwar den besseren Start, um einen Unfall zu vermeiden steckte er aber in der Fahrerlagerkurve gegen den Belgier zurück - eine weise Entscheidung. Denn der Belgier diktierte das Tempo, gewann sicher mit vier Sekunden Vorsprung. Endstand V8-Star-Rennen auf dem Salzburgring: 1. Robert Lechner (AUT) - 2. Toby Scheckter (RSA) - 3. Kris Nissen (DEN)