Innsbruck - Themen wie "Frauen hinter der Kamera" und "Blitzlichter auf Beirut im Bürgerkrieg" bilden die Schwerpunkte des 10. Internationalen Film Festivals, das vom 13. bis 17. Juni in Innsbruck stattfindet. Mit insgesamt 66 Filmen von ProduzentInnen aus 34 Ländern soll gezeigt werden, "dass es in kleinen Ländern jenseits des Äquators auch Filme gibt", erklärte Festivalleiter Helmut Groschup am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Innsbruck. Bei der Filmauswahl habe neben der künstlerischen Qualität auch "eine bestimmte politische Brisanz zum Wertmaßstab" beigetragen, sagte Groschup, der 1992 das Event gegründet hatte. Durch einen weiteren Programmschwerpunkt, "Junges Kino aus Argentinien", soll vermehrt "junges Publikum" in die Säle des Innsbrucker "Leokino" und "Cinematograph" gelockt werden. Eine Retrospektive stehe ganz im Zeichen der kubanischen Filmkomödie, während dem ungarischen visionären Rebell Bela Tarr eine Hommage gewidmet ist. Eine Werkschau gelte der ersten Filmemacherin Burkina Fasos, Fanta Régina Nacro. Zu dem Festival werden Gäste aus Usbekistan, Kuba, Burkina Faso, den Niederlanden, Gabun und Argentinien erwartet. Einblicke in Städte wie New York, Singapur und Bombay In der Filmnacht "FATAL REACTION", das in den Abendstunden des 16. Juni beginnt und "bis in die frühen Morgenstunden" dauern soll, werden insgesamt vier Filme gezeigt. Unter anderem werde die holländische Regisseurin Marijke Jongbloed Einblicke in Städte wie New York, Singapur und Bombay geben. Dabei soll auch der Frage nachgegangen werden, warum selbstbewusste Frauen es schwieriger haben, einen Partner zu finden, erklärten die Veranstalter. Im Rahmen des Festivals werde heuer erstmals auch der vom Französischen Kulturinstitut gestiftete "Frankophoniepreis" im Wert von 1.000 Euro (13.760 S) an einen von fünf Filme von einer Schülerjury verliehen. Acht Filme bestreiten darüber hinaus den Internationalen Wettbewerb um den "Filmpreis des Landes Tirol", bei dem die/der beste RegisseurIn mit insgesamt 5.000 Euro belohnt werde. Der mit 3.000 Euro dotierte "Cine Tirol Verleiher Preis" soll den belohnen, der den beim Festival ausgewählten Film in sein Programm für Österreich nimmt. Weiters wird der vom Innsbrucker Stadtmarketing gestiftete "Publikumspreis" in der Höhe von 1.000 Euro verliehen. (APA)