Wien - "Geehrt und belohnt" fühlte sich die künftige Volksanwältin Rosemarie Bauer (V) am Donnerstag im Nationalrat nach ihrer Wahl zur Volksanwältin. Bauer hatte dem Parlament 18 Jahre, davon zwei Jahre als Bundesrätin angehört. Die frühere VP-Familiensprecherin freute sich, dass gleichsam als Abschiedsgeschenk für sie das Kinderbetreuungsgeld für alle kommen werde - auch wenn sie bei der Beschlussfassung im Juli nicht mehr im Nationalrat sein werde. Rosemarie Bauer wurde am 15. 7.1944 in Roggendorf bei Melk geboren. Nach der Matura absolvierte sie eine pädagogische Ausbildung und trat 1965 als landwirtschaftliche Berufsschullehrerin in Mistelbach in den Landesdienst ein. Seit 1981 leitet sie die Landwirtschaftliche Fachschule Schloss Mittergrabern bei Hollabrunn. Ihre politische Laufbahn begann in der Frauenbewegung Hollabrunn, von 1987 bis 1991 war Bauer Geschäftsführende Bundesleiterin der ÖVP-Frauenbewegung, bis 1998 dann Chefin der ÖVP-Frauen. Auf parlamentarischer Ebene wurde sie im Mai 1983 in den Bundesrat entsandt, dem Nationalrat gehört sie seit September 1985 an. (APA)