Stockholm - Eine große Menge an Waffen ist in der Nacht am Freitag von der Kopenhagener Polizei beschlagnahmt worden. Die Waffen wurden bei einer Razzia in einem Jugendzentrum sichergestellt. Nach Angaben der schwedischen Polizei sollten diese von Aktivisten beim EU-Gipfeltreffen in Göteborg zum Einsatz kommen. Die Polizei in Göteborg wollte zu der Beschlagnahme noch keine näheren Auskünfte erteilen. Sicher ist aber, dass die EU-feindliche "Antifaschistische Aktion" (AFA) die geplante Tat, aber auch das Waffenlager, auf ihrer Webseite (http://www.motkraft.net/afa) beschrieben hatte. Rund 30 Eisenstangen und 90 Molotowcocktails wurden beschlagnahmt. Unter dem Waffenarsenal befanden sich auch Ausrüstungen zur Rohrbombenherstellung, sowie eine Armbrust mit Stahlkugeln als Munition. Drei Männer wurden bei der Razzia festgenommen. Es handelt sich dabei um einen dänischen, finnischen und jugoslawischen Bürger. Auf der Webseite der AFA wurde nicht nur ein geplanter Anschlag auf das Gipfeltreffen, sondern auch der Einsatz der Waffen beschrieben. Der dänische Geheimdienst wird sich nächste Woche mit den Göteborger-Kollegen treffen, um diese mit weiteren Informationen über militante dänische Aktivisten zu versorgen. (APA)