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Washington - Die FDA, die US-Bundesbehörde zur Überwachung von Nahrungs- und Arzneimitteln, warnt Unternehmen vor der Zugabe von pflanzlichen Zusatzstoffen in Lebensmitteln. Dies würde zu illegalen Produkten führen. Im Wesentlichen handelt es sich um so genannte "neue Inhaltsstoffe", die von der US-Behörde nicht zugelassen sind. Drei Firmen erhielten nun eine Verwarnung im Umgang mit Echinacea, Gingko biloba und sibirischen Gingseng, die von der FDA nicht als "allgemeinen sicher anerkannt" bewertet werden. Diese Sicherheit gilt aber als Bedingung für Lebensmittelzusatzstoffe. Können Produzenten die Sicherheit der Inhaltsstoffe nicht wissenschaftlich beweisen, könnten die Produkte unter Umständen aus den Regalen genommen werden. Bei den Produkten der verwarnten Firmen handelt es sich um einen mit Echinacea angereicherten Saft und um Gingseng- und Gingko-angereicherte Getreideprodukte. Laut FDA sind diese fälschlich als Ernährungsergänzungprodukte bezeichnet. Um allgemein als sicher zu gelten, müssen Zusatzstoffe entweder dem allgemeinen Gebrauch dienen, wie Zucker und Salz, oder wissenschaftlich geprüft sein. Der Industriegruppe Grocery Manufacturerers (GMA), die mehr als 140 der Top-Lebensmittelmarken-Artikel repräsentiert, behauptet, dass diese Pflanzenstoffe beide Kategorien erfüllen. "Die Inhaltsstoffe werden seit Jahrzehnten in verschiedenen Lebensmitteln, Getränken und auch Nahrungsergänzungsmitteln zugesetzt. Bisher gab es weder von Konsumenten noch von öffentlichen Gesundheitsstellen Reklamationen", betonte Lisa Katic von der GMA. In den USA boomt der Markt für Nahrungsmittel mit pflanzlichen Zusatzstoffen, so genannten "Nutraceuticals". Im Jahr 2000 betrug der Umsatz 700 Mio. Dollar. Bereits im Januar warnte die FDA Industrieunternehmen, die richtige Anwendung der Zusatzstoffe sicherzustellen.(pte)