Die deutsche Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat für mehrere Bundesländer Streiks und Proteste im Einzelhandel angekündigt. Beginnen werde die Streikwelle am Montag in Bayern, sagte Franziska Wiethold vom ver.di-Bundesvorstand am Sonntag in Düsseldorf. Weitere Proteste, Urabstimmungen und Arbeitsniederlegungen seien in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und im Saarland geplant. Ver.di forderte die Arbeitgeber dazu auf, in den laufenden Tarif-Verhandlungen ein höheres Lohnangebot vorzulegen. "Wer die knapp drei Millionen Einzelhandelsbeschäftigten wochenlang mit Miniangeboten zwischen null und 2,2 Prozent hinhalten will, bekommt die Quittung, und die heißt Streik", sagte Wiethold. Ver.di fordert Einkommenssteigerungen von 5,5 Prozent, mindestens aber 100 Euro. (APA)