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Köln - Über den Wolken endet nach Schätzungen von Experten für fast jeden vierten Passagier die Freiheit: Flugangst schnürt ihm die Kehle zu und macht den Start in den Urlaub zur Tortur. Die Angst vorm Fliegen lasse sich mit Aufklärung über die psychologischen Zusammenhänge und Entspannungsübungen deutlich verringern oder gar beseitigen, berichtete die Gesellschaft für wissenschaftliche Gesprächspsychotherapie und Beratung (GwG) in Köln vor Beginn der Reisewelle. "Zumeist ist es die Angst davor, die Verantwortung über das eigene Leben komplett dem Flugpersonal und der Flugzeugtechnik anzuvertrauen", erklärt der Psychologe Rudolf Krefting die psychischen Zusammenhänge. Krefting bietet in Zusammenarbeit mit der Deutschen Lufthansa AG Seminare gegen Flugangst an. "Das 'Loslassen' fällt besonders Menschen schwer, die ständig selbst entscheiden müssen und viel Verantwortung für andere tragen." Fliegen sei für den Menschen eine wesensfremde Fortbewegungsart, die natürlicherweise Angst erzeugen könne, so Krefting. Hilfreich sei daher, sich zunächst einmal klarzumachen, dass die Angst vorm Fliegen entwicklungsgeschichtlich betrachtet nichts Krankhaftes sei. Kurzfristig seien für viele von Angst geplagten Reisenden Entspannungstechniken hilfreich. Hierzu zähle Muskeltraining, das auch den der Maschine möglich sei. Entspannungsübungen lösten nicht nur körperliche Verkrampfungen, sondern würden auch die Kette panischer Gedanken unterbrechen, erläuterte der Psychologe. (APA)