Zürich - Die Tennis-Weltranglisten-Erste Martina Hingis hat laut einem Bericht der Schweizer TV-Nachrichtensendung "10 vor 10" ihren früheren Ausrüster "Sergio Tacchini" wegen fehlerhafter Schuhe vor einem Gericht in New York auf 40 Millionen Dollar (47,2 Mill. Euro/650 Mill. S) Schadenersatz verklagt. Die Schuhe seien der Grund für die chronischen Fußbeschwerden der Schweizerin. Die italienische Firma, die innerhalb 30 Tagen eine Stellungnahme abgeben muss, sieht der Klage gelassen entgegen. Bereits ein Gericht in Mailand habe nach dem Vertragsbruch im April 1999 ähnliche Vorwürfe als nicht haltbar zurückgewiesen. Die italienische Sportartikelfirma Sergio Tacchini war 1989 auf die damals neunjährige Martina Hingis aufmerksam geworden und hatte sie unter Vertrag genommen. Im Herbst 1998 war es dann zum Bruch gekommen und der Sportartikel-Hersteller hatte der Schweizerin den Kontrakt, der ihr bis zu umgerechnet 25,3 Millionen Schilling (1,84 Mill. Euro) im Jahr einbrachte und der noch bis Ende 2001 gültig war, gekündigt. Die Italiener warfen Hingis vor, mit ihrem Verhalten und ihren Äußerungen dem Unternehmen geschadet zu haben. So habe sie sich geweigert, eine speziell für sie entworfene Kollektionen und Schuhe zu tragen. (APA/SIZ)