London - Für Neugeborene besteht einer britischen Studie zufolge schon bei leichten Erschütterungen Lebensgefahr. Unter Hinweis auf die vergleichsweise schwache Nackenmuskulatur von Babys erläutern Londoner Forscher in der jüngsten Ausgabe der Wissenschaftszeitschrift "New Scientist", dass durch Erschütterungen die für die Atmung zuständigen Nervenbahnen verletzt werden können. So könne Atemstillstand eintreten, der den Hirntod hervorrufe, schrieb der Pathologe Jennian Geddes. Für die Studie wurden die Gehirne von 53 früh verstorbenen Kindern untersucht. Hintergrund der Erhebung war der Verdacht, dass in vielen Fällen eine Misshandlung der Babys den Tod verursacht habe. Aber unter den 37 Kindern, die mit weniger als zwölf Monaten gestorben waren, konnten nur in zwei Fällen schwere Hirnverletzungen durch äußere Einwirkung nachgewiesen werden. Bei drei Vierteln der Fälle hingegen wurde ein Erstickungstod durch einen Schaden an der Verbindung zwischen Rückgrat und Hirnschale festgestellt. (APA)