Brüssel - Ab 1. Juli müssen Österreich, Schweden und Finnland nicht mehr flächendeckende BSE-Tests an gesunden Rindern durchführen, beschloss der EU-Veterinärausschuss am Mittwoch in Brüssel. Allerdings müssten jährlich 10.000 Tiere nach einem Zufallsprinzip untersucht werden, hieß es in einer Aussendung der EU-Kommission. Risikotiere, die entweder auf Bauernhöfen verenden, Krankheitssymptome zeigen oder notgeschlachtet werden, müssen ab 1. Juli schon ab einem Alter von 24 Monaten getestet werden statt wie bisher ab 30 Monaten. In Großbritannien, wo Tiere über 30 Monaten weiterhin nicht in die Nahrungsmittelkette gelangen dürfen, müssen trotzdem jährlich 50.000 Tiere nach dem Zufallsprinzip auf BSE überprüft werden, um die Verbreitung der Krankheit verfolgen zu können. Die Veterinäre einigten sich hingegen nicht auf die Verlängerung des Verfütterungsverbotes für Tiermehl. Darüber müssen nun die Agrarminister am kommenden Dienstag in Luxemburg beraten. Keine Einigung gab es auch über die Verpflichtung, bei Auftreten eines BSE-Falles Kohorten zu schlachten.(APA)