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Skopje - Die NATO hat ein militärisches Eingreifen in Mazedonien ausgeschlossen. Zugleich schließt die Allianz aber die von Mazedonien erbetene Hilfe bei der Entwaffung albanischer Rebellen nicht aus, wie NATO-Generalsekretär George Roberston am Donnerstag in Skopje mitteilte. Auf Drängen der NATO und des Westens verlängerte die Allparteienregierung zuvor die am Montag ausgerufene Waffenruhe trotz jüngster Angriffe albanischer Rebellen. Sie soll den Parteien Gelegenheit geben, auf einer zweitägigen Konferenz Forderungen der Albaner nach Erweiterung ihrer Minderheitenrechte zu beraten. "Wir haben bisher nicht einmal darüber nachgedacht, das Mandat (der NATO-Truppen in Mazedonien, Anm.) zu ändern", erklärte Robertson in Skopje. Die Allianz hat in Mazedonien derzeit Versorgungstruppen zur Unterstützung der Friedenstruppe KFOR im benachbarten Kosovo stationiert. Die NATO-Soldaten in Mazedonien verfügen jedoch über kein Kampfmandat. Robertson erklärte, über die von Präsident Boris Trajkovski erbetene Hilfe bei einer Entwaffnung der Freischärler werde demnächst im NATO-Hauptquartier beraten. Als Vorbild für eine solche Hilfe gilt das Vorgehen der KFOR-Truppen im südserbischen Kosovo, die dort nach dem Ende des NATO-Krieges gegen Jugoslawien Mitte 1998 mit der Entwaffnung der albanischen Untergrundgruppe UCK begonnen hatten. (APA/Reuters)