Wien - Auf eine Intensivierung des Außenhandels hofft Wirtschafts- und Arbeitsminister Martin Bartenstein (V) bei einem Besuch in den Vereinigten Arabischen Emiraten (V.A.E.). Im Jahr 2000 haben sich die österreichischen Importe aus den Vereinigten Arabischen Emirate mit einem Volumen von rund 100 Mill. S (7,27 Mill. Euro) auf noch niedrigem Niveau bewegt. Die Steigerungsrate gegenüber 1999 sei mit plus 28 Prozent aber sehr vielversprechend gewesen, berichtet das Ministerium am Freitag in einer Aussendung. Die Exporte in die Emirate sind im Jahr 2000 zwar von 1,8 auf 1,6 Mrd. S (auf 116,3 Mill. Euro) zurückgegangen. Die V.A.E. hielten damit aber immerhin den dritten Platz in der Rangliste der österreichischen Exporte in den arabischen Raum. Investitionsschutzabkommen unterzeichnen Bartenstein wird bei seinem Arbeitsbesuch in den Arabischen Emiraten vom 16. bis 18. Juni 2001 ein Investitionsschutzabkommen unterzeichnen. Dank der so hergestellten Rechtssicherheit für ihre Investitionen sollen vermehrt österreichische Unternehmen den Sprung in die V.A.E. wagen. "Die Einigung über ein Doppelbesteuerungsabkommen ist ein weiterer wichtigen Schritt zur Verbesserung der rechtlichen Rahmenbedingungen", hieß es im Vorfeld aus dem Ministerium. Das Abkommen war bereits am Montag in Wien zwischen Delegationen beider Staaten ausverhandelt worden. Im Rahmen seines Besuches wird Bartenstein mit dem Wirtschafts- und Handelsminister Sheikh Fahim Bin Sultan Al Qasimi, dem Staatsminister für finanzielle und industrielle Angelegenheiten Mohammed Khalfan Bin Kharbash sowie dem Minister für Erdöl und mineralische Ressourcen, Obaid Bin Saif Al Nasiri, zusammentreffen. Dabei sollen bilaterale Wirtschaftsfragen sowie Möglichkeiten einer verstärkten Kooperation in den Bereichen Petrochemie, Aluminiumerzeugung, Wasserwirtschaft, Elektrizitätserzeugung und Informationstechnologie zur Sprache kommen. Daneben soll Bartenstein gemeinsam mit dem Sohn des Kronprinzen das Repräsentanzbüro der Creditanstalt (CA) eröffnen und ein Versuchsgelände besichtigen, auf dem österreichische Firmen neue Methoden für möglichst sparsamen Einsatz von Wasser bei der geplante Begrünung der Emirate erproben. (APA)