London - Die britischen Behörden haben die Rinderseuche BSE bei einer Kuh festgestellt, die erst nach Inkrafttreten der strengen Futtermittelkontrollen geboren worden war. Es handle sich erst um die zweite infizierte Kuh, die nach dem 1. August 1996 auf die Welt gekommen sei, teilte das Ministerium für ländliche Angelegenheiten, Ernährung und Umwelt am Freitag in London mit. Alle Kühe, die vor diesem Datum geboren wurden, seien getötet worden, hieß es. Vom gleichen Tag an sei die Verfütterung von Tiermehl verboten gewesen, das im Verdacht steht, für die Ausbreitung von BSE verantwortlich zu sein. Die BSE-kranke Kuh habe einem Bauern in Somerset in Südwestengland gehört. Das 48 Monate alte Tier sei getötet worden. Ansteckung möglicherweise von Mutter Die Ansteckung erolgte möglicherweise von seiner Mutter oder durch Tiermehlreste, die nach dem Verbot noch verfüttert wurden. Laut dem Ministerium hätte die Kuh nicht in die menschliche Lebensmittelkette gelangen können, da über 30 Monate alte Tiere nicht mehr dafür weiterverarbeitet werden dürfen. BSE steht im Verdacht, beim Menschen eine neue Variante der tödlichen Hirnkrankheit Creutzfeldt-Jakob auszulösen, der Übertragungsweg ist jedoch erst wenig erforscht. Die Bedeutung dieser Entdeckung für die Seuchenausbreitung sei nicht bekannt, teilte der Minister für Tiergesundheit, Elliot Morley, mit. Die Behörde für Lebensmittelstandards habe jedoch zugesichert, dass sie keine Auswirkungen auf die Ernährungssicherheit habe. (APA/Reuters)