Wien - Vor Beginn der Haupturlaubszeit wies der ÖAMTC in einer Aussendung darauf hin, dass während der Nachtstunden auf einigen Autobahnen in Österreich andere Tempolimits gelten als tagsüber. Bereits seit 1989 sind für Pkw von 22.00 bis 5.00 Uhr 110 anstatt 130 km/h als Höchstgeschwindigkeit vorgeschrieben. Diese Regelung ist dem ÖAMTC besonders heimtückisch, weil auf den betroffenen Straßen sowie auf den Zufahrten entsprechende Hinweisschilder großteils fehlen oder nur in geringer Anzahl aufgestellt sind. "Auf der fast 200 Kilometer langen Tauern Autobahn (A 10) zwischen Salzburg und Villach weisen insgesamt nur zwei Schilder (Walserberg und Knoten Villach) auf das Tempolimit von 110 km/h hin", hieß es in der Aussendung. Auf den Zufahrten zur Tauern Autobahn gibt es dem Club zufolge keinen einzigen Hinweis auf diese "Nacht-Regelung". In Anbetracht solcher "Geheimverordnungen" verlangte der ÖAMTC von der Verkehrsministerin Monika Forstinger (F) die Abschaffung der Beschränkung. "Solche 'Fallen', die ausschließlich dem Abkassieren dienen, sind eines Tourismus- und Transitlandes unwürdig. Da inzwischen sowohl Lärm arme Straßenbeläge und Lärmschutzwände zum Standard des hochrangigen Netzes gehören und die Zahl der leisen Fahrzeuge sich deutlich verbessert hat, ist diese Verordnung aus 1989 nicht mehr aktuell", kritisierte der Touringclub. (APA)