Name und Adresse von unbekannten Anrufern auf dem Handy lassen sich künftig auch dann herausfinden, wenn der Nutzer das Gespräch nicht entgegen genommen hat. Varetis und Siemens präsentieren javafähige Mobiltelefone von Siemens mit der von Varetis entwickelten Missed Call Identification auf der am Dienstag beginnenden CommunicAsia in Singapur. Durch die Missed Call Identification ist es Mobiltelefon-Nutzern möglich, unbekannte Anrufer aus der Liste der nicht angenommenen Anrufe des Handys mittels einer Abfrage in einem Telefonverzeichnis zu identifizieren. Der Markt für die Nutzung dieses Systems wird auf ca. 260 Millionen Handy-Nutzer in Europa und Asien geschätzt. Ein Tastendruck für eine internationale Abfrage Bislang ließ sich nicht feststellen, von wem ein verpasster Anruf ausgegangen war, es sei denn, der Anrufer war im Adressbuch des Handys eingetragen. Eine Taste auf dem Mobiltelefon soll nunmehr ausreichen, um eine Abfrage in einem nationalen Telefonverzeichnis zu starten. Nach kurzem Warten erscheinen Name und Adresse des Anrufers auf dem Display des Telefons. Die Weiterleitung von Anfragen an geeignete Datenbanken übernimmt ein Gateway. In 12 Ländern der Eu gestattet Anrufer aus dem Ausland lassen sich mit der so genannten Reverse Search identifizieren, sofern die Suche nach einem Namen ausgehend von der Telefonnummer im entsprechenden Land erlaubt ist. Das Reverse Search-Verfahren ist in zwölf Ländern der Europäischen Union zugelassen. In Europa erreicht die Missed Call Identification laut Varetis ein Marktpotenzial von etwa 160 Mio. Handy-Nutzern. Der Vergleichswert für Asien soll bei 100 Millionen Mobilfunk-Nutzern liegen.(pte)