Bregenz - Bei den Sicherheitsgesprächen wurde thematisiert: Die Intensivierung der grenzüberschreitenden polizeilichen Zusammenarbeit, gemischte Streifen auch am See, die Bekämpfung des Extremismus, insbesondere von Skinheads und Hooligans, die Suchtgiftbekämpfung im Hinblick auf die geplante Liberalisierung in der Schweiz, die gemeinsame Aus- und Weiterbildung und der noch nicht ausverhandelte Staatsvertrag über die polizeiliche Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Österreich. Gemischte Streifen In Aussicht genommen wurden gemischte Streifen auf dem Bodensee sowie gezieltes und schwerpunktmäßiges Vorgehen gegen Kriminalität, Extremismus und Fremdenfeindlichkeit. Durch abgestimmte Kontrollen in den einzelnen Ländern könne das Aktionsfeld von international agierenden Kriminellen, Drogendealern oder Skinheads, die Dank neuer Kommunikationstechnologien sehr mobil sind, eingeschränkt werden. Schwärzler: "Dem organisiert und grenzüberschreitend vorgehenden Kriminellen muss das Handwerk gelegt werden". Sorgen bereiten den Sicherheitsverantwortlichen in Vorarlberg, Bayern und Baden-Württemberg die absehbare Liberalisierung beim Cannabis-Kleinkonsum in der Schweiz. Die Nachbarstaaten befürchten negative Auswirkungen auf die Region. Die St. Galler Regierungsrätin Karin Keller-Sutter nahm die Sorgen zur Kenntnis, wies aber darauf hin, dass die eidgenössische Gesetzesinitiative darauf abziele, Erst- und Kleinstkonsumenten nicht zu kriminalisieren. Vertreten waren der Innenministerien sowie Polizeichefs aus Baden-Württemberg, Bayern, den Kantonen St. Gallen und Thurgau sowie aus dem Fürstentum Liechtenstein. Im Sommer 2002 wird das dritte Bodensee-Sicherheitsgespräch in Vaduz (FL) stattfinden. (APA)