Physiker der Technischen Universität Berlin haben ein Laser-Verfahren entwickelt, mit dem einmal Daten im Umfang von mehr als 150 Gigabyte auf einer CD gespeichert werden können. Bei dieser "mikroholographischen Disk" werden die Bits und Bytes nicht wie bisher an unterschiedlichen Stellen auf der Oberfläche des Datenträgers abgelegt, sondern innerhalb einer dreidimensionalen Struktur von mikroskopisch kleinen Reflexionsgittern. Die optischen Gitter werden im Abstand von 100 Nanometern mit Laserstrahlen in das Photopolymer-Material geschrieben - ein Nanometer ist ein Millionstel Millimeter. Bei der Verwendung von Laserstrahlen unterschiedlicher Wellenlängen können den Wissenschaftern zufolge auch mehrere Gitter überlappend beschrieben und getrennt wieder gelesen werden. Außerdem können Mikrogitter in mehreren räumlich übereinander liegenden Schichten erzeugt werden. EIn Vielfaches des bisher möglichen Durch die Verbindung dieser Möglichkeiten wird eine Kapazität von mehr als 150 Gigabyte auf einer CD erreicht, wie die Wissenschafter versprechen. Eine herkömmliche CD speichert 650 Megabyte, bei einer DVD sind es 4,7 bis maximal 17 Gigabyte. Die mikroholographische Disk wird in dieser Woche auf der Fachmesse Laser 2001 in München vorgestellt. (APA/AP)