Wien - Um neue Ideen nie verlegen, will Peter Kleinmann mit dem österreichischen Volleyball-Meister hotVolleys Wien einen besonderen Coup landen. Der Klubchef plant, zu den sechs jungen österreichischen Kaderspielern sechs Stars des US-Nationalteams zu verpflichten. Beide Seiten - die Wiener und die US-Auswahl - würden profitieren, Kleinmann erwartet sich durch das erworbene Know-how auch einen Impuls für die ÖVV-Nationalmannschaft im Hinblick auf Olympia 2004. Dass der bisherige Hauptsponsor e.on nach nur einem Jahr gekündigt hat, trübt die Perspektiven Kleinmanns nicht. Die sechs Österreicher im zwölfköpfigen Kader des ÖVV-Meisters stehen bereits fest (Doppler, Horst, Reiser, D. Kleinmann, Windisch, Vanek) und auch zwei US-Boys haben schon unterschrieben. Aufspieler Brandon Taliaferro und Mittelblocker Adam Naeve spielen kommende Saison für die Wiener. Die Kontakte hat Kleinmann im Rahmen des Länderspiels der USA in den Niederlanden geknüpft, Teamchef Doug Beal ist nach Kleinmanns Worten von der Idee begeistert. Der US-Coach will weiteren Spielern, die auch hoch dotierte Verträge bei italienischen Klubs bekommen könnten, den Wechsel nach Österreich schmackhaft machen. Eine Entscheidung soll noch diese Woche fallen. Keine Ausländerbeschränkung Auch Beal würde von dem "Deal" profitieren. "Die USA bekämen im April nach der Saison ein eingespieltes Team zurück", sagte Kleinmann, der sich als ÖVV-Präsident viel für das Nationalteam erhofft. "Wenn die USA in drei Jahren in Athen um eine Olympia-Medaille mitspielen, möchte ich auch sechs Österreicher haben, die so gut sind." Im Volleyball gibt es keine Ausländerbeschränkungen, weder in Österreich noch in der Champions League. Den Rückzug von Sponsor e.on wollte Kleinmann nicht weiter kommentieren. Der deutsche Konzern habe trotz der mündlichen Zusage eines dreijährigen Engagements die ihm zustehende Möglichkeit zur Kündigung nach nur einer Saison wahrgenommen. Kleinmann steht bereits in Verhandlungen mit einem neuen Sponsor und geht davon aus, dass er sein neues Projekt wie geplant durchziehen kann. Nach Donaukraft, Bayernwerk und e.on steht den Fans als wieder ein neuer Klubname ins Haus. (APA)