Bild nicht mehr verfügbar.

Foto: APA/dpa/Grimm
Berlin - Berlin ist im Madonna-Rausch: Mit ihrem ersten Deutschland-Konzert seit elf Jahren hat die "Queen of Pop" am Dienstagabend knapp 11.000 Fans in Berlin restlos begeistert. Mit überwältigendem Jubel, Rufen, und Kreischen wurde die Diva empfangen, als sie mit einer halben Stunde Verspätung im Schottenrock erschien. 95 Minuten lang fegte die 42-jährige tanzend und singend über die Bühne und wurde stürmisch gefeiert. Dicht gedrängt schwelgten die Fans in der Max-Schmeling-Halle mit ihrem Star mit. Die Diva, die die Show ihrer "Drowned World Tour" als Punkgirl begonnen hatte, machte ihrem Ruf als Verwandlungskünstlerin alle Ehre: Als Geisha im Kimono mit ellenlangen Ärmeln sang sie "Nobody's Perfekt", "La Isla Bonita" als spanische Seniorita und "Don't Tell Me" als Cowgirl. Sie ritt mit lasziven Bewegungen auf einem mechanischen Stier und schwebte an Seilen über die Bühne. Zehn Tänzer wirbelten gemeinsam mit der Pop-Ikone über die 1.500 Quadratmeter große Bühne - mal mit Gasmasken, mal als Samurai-Kämpfer oder Flamencotänzer. Vor allem Songs aus ihren jüngsten beiden Alben "Music" und "Ray of Light" standen auf dem Programm. Pfefferminztee gegen Halsweh Die insgesamt vier Auftritte in Berlin - am Dienstagabend, am Mittwoch, Freitag uns Samstag - sind die einzigen Deutschlandkonzerte in Madonnas "Drowned World Tour", die am 9. Juni in Barcelona begann. Der in Köln geplante Tourneeauftakt war wegen technischer Probleme abgesagt worden. Die letzten Konzerte in Deutschland gab Madonna bei ihrer "Blond Ambition Tour" 1990 in München und Dortmund. Berlin lag schon seit Tagen im Madonna-Fieber. Stetig wurde das Luxushotel belagert, in dessen Präsidentensuite sich Madonna einquartiert hat. Bisher wurde der Star jedoch nur einmal gesichtet: Mit mehreren Begleitern spazierte die Diva am Montagabend in die Bar des Restaurant "Adermann" in Berlin-Mitte. "Sie hat Pfefferminztee bestellt", sagte Kellner Nuri Kaya und bestätigte damit Berichte mehrerer Berliner Zeitungen. Nach einer Stunde verschwand sie wieder. Dass es für den Tee andere, gesundheitliche Gründe geben könnte, legt die Boulevardzeitung "B.Z." in ihrer Dienstagausgabe nahe. Demnach hat Madonna einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt ins Hotel gebeten - im Hals soll es kratzen, die Mandeln seien gerötet. Trotzdem klang die Stimme am Abend im Konzert glockenklar. (APA/dpa)