Am 12. September steht der Entwickler des berüchtigten Anna Kournikova -Computer-Virus, der Anfang des Jahres in der Computerwelt viel Schaden angerichtet hatte, vor Gericht. Vorgeworfen wird ihm, "absichtlich und widerrechtlich" Informationen verbreitet zu haben, die durch selbständige Vermehrung in einer automatisierten Anlage Schaden verursachen sollten. Dem jungen Computerfreak droht nun eine Haftstrafe zwischen einem Monat und vier Jahren in Kombination mit einer Geldbuße bis zu 100.000 Gulden (ca. 44.000 Euro). Der Erfinder des Schädlings hatte sich wenige Tage nach Versendung des Virus bei der Polizei gemeldet. Damals gab er an, dass er selbst über die Folgen seine Tat erschrocken gewesen sei. Der Virus hatte besonders viel Schaden in Australien und Amerika angerichtet, in Europa waren viele PC-Besitzer durch Berichte aus den anderen Erdteilen gewarnt. Beim Gericht in Leeuwarden wurden allerdings keine Schadenersatzforderungen eingereicht. (red)