Wien - Den Grünen steht bei ihrem Bundeskongress am 7. und 8. Juli in Linz eine heiße Programmdebatte ins Haus. Neben dem offiziellen, vom Bundesvorstand vorgelegten Entwurf zu einem neuen Grundsatzprogramm wird von Delegierten aus Wien und dem Burgenland ein Antrag auf Beschluss eines Alternativentwurfes eingebracht. In der Begründung dazu heißt es unter anderem, dass der offizielle Entwurf "in keiner Weise dem tatsächlichen politischen Spektrum der Grünen" entspreche. Die Verfasser beklagen außerdem, der offizielle Entwurf sei so spät versandt worden, dass "eine intellektuelle und wissenschaftliche Kritik unmöglich" sei und kündigen an, diese beim Kongress nachzuholen. Das neue Programm führt sechs Grundwerte an, wobei neben Ökologie, Solidarität, Selbstbestimmung, partizipativer Demokratie und Gewaltfreiheit auch der Feminismus verankert wird. (kob/DER STANDARD, Printausgabe 21.06.2001)