Prag - Eine Vorentscheidung könnte im Rennen um die vor der Privatisierung stehende tschechische Großbank Komercni banka (KB) gefallen sein: Die französische Societe Generale und der italienische Unicredito haben laut tschechischen Zeitungsberichten vom heutigen Donnerstag offenbar eine höhere Summe als die deutsche HypoVereinsbank (HVB)/Bank Austria-Gruppe für den 60-prozentigen Staatsanteil in dem Geldinstitut geboten. Unter Berufung auf eine "glaubwürdige Quelle, die nahe den Privatisierungsverhandlungen steht", berichten die Medien, dass das Angebot von Societe Generale und Unicredito" bei 40 Mrd. Kronen (1,16 Mrd. Euro/16 Mrd. S) liegen könnte. Schwächstes Angebot "Das schwächste Angebot wurde offenbar von einer Bank vorgelegt, die zwar ein sehr guter Partner wäre, allerdings hat sie leider selbst viel zu tun mit einer Fusion, die sie nun selbst durchläuft", zitierten die Zeitungen die nicht genannte Quelle in offensichtlicher Anspielung auf die HypoVereinsbank/Bank Austria. Das Londoner Investmenthaus Goldman Sachs sollte als Privatisierungsberater bis Ende dieser Woche das beste Offert auswählen, sagte der stellvertretende tschechische Finanzminister, Tomas Potmesil, am Dienstag. Die Regierung könnte dann Anfang nächster Woche, am Montag, über den Sieger des Rennens um die KB entscheiden. (APA)