Wien - Preisträger des Unilever-Hygienepreises 2001 sind Martin Wagner vom Institut für Milchhygiene der Veterinärmedizinischen Universität Wien (VUW) und Christoph Steininger vom Klinischen Institut für Virologie der Universität Wien. Der Preis wurde zum 26. Mal von Unilever vergeben und ist mit insgesamt 60.000 Schilling dotiert. Wagner erhielt die Auszeichnung für neue Nachweismethoden des Bakteriums Listeria monocytogenes zugesprochen. Die Erreger kommen unter anderem in Rohmilch, Salaten sowie rohen Fleisch und Fischprodukten vor und können bei Personen mit geschwächten Immunsystem zu schwerwiegenden Infektionen führen. Bisher konnte das Bakterium nur mittels zeit- und materialaufwändiger mikrobiologischer Methoden nachgewiesen werden, Wagner setzt dagegen auf einen DNA-Nachweis. Die Analysen sind nach Angaben der Forscher vergleichsweise rasch und effizient. Ebenfalls auf der Polymerase-Kettenreaktion (PCR) beruht der Nachweis von Steininger für Rhinoviren. Dieser Virus verusacht in etwa 50 Prozent der Fälle einen banalen Schnupfen, kann jedoch bei Säuglingen oder Immungeschwächten Menschen schwerwiegende Erkrankungen auslösen. (APA)