Wien - Nachdem die Universitäten nach einer Gesetzesänderung im vergangenen Herbst anstatt der fix vorgeschriebenen Prüfungstaxen autonom Leistungsprämien im Lehr- und Prüfungsbetrieb vergeben können, hat die Uni Wien eine Ausschreibung für hervorragende Leistungen für die innovative Gestaltung der Lehre ausgeschrieben. Von den 45 eingereichten Projekten wurden mittlerweile 30 ausgewählt und prämiert, die damit befassten Uni-LehrerInnen können sich über ein Plus von insgesamt 405.000 Schilling auf ihren Gehaltskonten freuen. Das System der Leistungsprämien soll die bisher starr vorgeschriebenen Prüfungstaxen teilweise ersetzen. Die Ausschreibung an der Uni Wien ist eine Initiative von Arthur Mettinger, Vizerektor für Lehre und Internationales. Durch die Aktion sollen vor allem neue, innovative Präsentationsformen gefördert werden. Die Prämierung erfolgte nach zwei Kriterien, nämlich "interdisziplinärer Charakter" und "Nutzung neuer Medien". Prämiertes Projekt kombiniert Online-Lehre mit Präsenzphasen Sieger im Bereich des Einsatzes neuer Medien wurde der "Virtuelle Personalmanagementlehrstuhl" von Professor Christian Scholz mit der "Virtuellen Personalmanagementübung" von Betriebswirtin Doris Brunner. Das Projekt kombiniert Online-Lehre mit Präsenzphasen. Für die Studierenden, die in Projektteams zusammenarbeiten, gibt es nicht nur interaktive Lernmodule via Internet, sondern auch Diskussionsforen und Kommunikationsnetze per e-mail. Im Bereich der transdisziplinären Projekte setzte sich ein Team von fünf Frauen durch. Rosa Diketmüller, Gerit Götzenbrucker, Eva Flicker, Johanna Dorer und Regina Köpl, Angehörige verschiedener Institute (Politikwissenschaft, Publizistik, Sportwissenschaft und Soziologie), gestalten gemeinsam die Lehrveranstaltung "Taxi Orange - Medien. Macht. Gesellschaft und Körperkultur - ein interdisziplinäres Forschungsseminar". Studierende aus sechs verschiedenen Studienrichtungen nehmen daran teil. (APA)