Wien - Mit dem neuen Internetportal www.austria-tourism.at will die Österreich Werbung (ÖW) eine gemeinsame Plattform für die heimische Fremdenverkehrsindustrie bilden: Donnerstagabend wurde die in Kooperation mit großen Internet-Tourismus-Partnern wie TIScover, Feratel und NetHotels sowie der Wirtschaftskammer und den österreichischen Bundesländern erarbeitete Website in Betrieb genommen und soll nun noch mehr Urlauber nach Österreich locken. Schon jetzt ist Österreich bei Leuten, die ihre Reisen via Internet planen und buchen, ausgesprochen beliebt. Wie ÖW-Chef Arthur Oberascher bei der Vorstellung des Portals betonte, buchen bereits 13 Prozent aller aus Europa stammenden Österreich-Urlauber ihre Reisen über das Internet, und die Tendenz ist weiterhin im Steigen: Ein Anteil von bis zu 20 Prozent am Gesamtgeschäft ist für Oberascher durchaus vorstellbar. Dementsprechend will die Österreich Werbung auch das Budget für ihre Onlineaktivitäten von derzeit sieben bis acht Prozent im Jahr aufstocken. Europaweit buchten im Vorjahr 27 Millionen Anwender ihre Reisen online, wobei die Branche noch Zuwachsraten bis zu 200 Prozent erwartet. Das neue ÖW-Portal ist gleichermaßen eine B2B-Plattform (Business to Business), wie auch ein Instrument für den Endanwender, das ihm neben einem vielfältigen Informationsangebot auch die Möglichkeit offeriert, mit den Anbietern touristischer Dienstleistungen in direkten Kontakt zu treten. So brachte NetHotels einen so genannten Live Agent in die Website ein, eine Art Chat-Funktion, über die interessierte Surfer mit einem menschlichen Partner kommunizieren und so weitere Informationen einholen können. Ein besonderes Highlight sind auch die landesspezifischen Startseiten: Benutzer aus zahlreichen Staaten können über ein speziell auf diesen Quellenmarkt zugeschnittenes Portal in die ÖW-Website einsteigen. Der Benutzer wählt in einem Menü sein Herkunftsland aus und wird dann mit dafür maßgeschneiderten Informationen und Angeboten, oft sogar in der eigenen Muttersprache, versorgt. Auch der multimediale Faktor kommt nicht zu kurz: Attraktive Kurzfilme, wie man sie schon von der bereits im STANDARD vorgestellten ÖW-DVD kennt, sollen den Surfern ebenso den Mund auf einen Österreich-Urlaub wässrig machen wie Hunderte Webcams, die Livebilder aus den schönsten Tourismusregionen ins Netz übertragen. "Das System ist extrem flexibel und offen," schildert Oberascher und fordert die gesamte Tourismuswirtschaft auf, ihre Daten in das Portal zu integrieren. (ufw/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 22. Juni 2001)