Im Rahmen eines Pilotprojektes testet das Außenwerbeunternehmen Gewista ab Anfang Juli neue Möglichkeiten für kleinformatige Plakate. Die so genannten "Mini Poster" werden entlang der Wiener Ringstraße und der "Zweierlinie" als Ummantelung der Strommasten und Verkleidungen von Stromböcken zu sehen sein, kündigte das Unternehmen am Freitag auf einer Pressekonferenz an. Im Rahmen des Pilotprojektes werden ca. 670 "Mini Poster"-Flächen zur Verfügung stehen. Jede Fläche hat eine Größe von einem Ein-Bogen-Plakat, ist also 84 Zentimeter hoch und 59,5 Zentimeter breit. Bei positivem Verlauf der Testphase werde das "Mini Poster" in das fixe Angebotsportfolio der Gewista aufgenommen, kündigte Gewista-Generaldirektor Karl Javurek an. "Die ersten aussagekräftigen Ergebnisse über Akzeptanz und Nachfrage erwarten wir für den Herbst." Auf Basis der Daten werde man die nächsten Schritte, etwa eine Erweiterung der Flächen auf weitere Straßenzüge Wiens, planen. Vor allem der "lebhaften Wiener Kulturszene" könnten mit dem "Mini Poster" neue Werbemöglichkeiten geboten werden, hieß es weiter. "Kulturwerbung hat eine lange Tradition bei der Gewista", betonte Javurek. Für die Bürger habe das Projekt wiederum "einen hohen Servicecharakter", da durch das "Mini Poster" aktuelle Informationen aus dem kulturellen Bereich in der Öffentlichkeit "prominent kommuniziert" würden. Darüber hinaus würden die "Mini Posters" die bisher "willkürliche Plakatklebung" ersetzen und damit "wesentlich zur Verschönerung des Stadtbildes beitragen", hieß es abschließen. Das "willkürliche" Plakatieren erfolgt freilich zumeist "schwarz" - und diese Nutzung von öffentlichen Flächen ist den Wiener Außenwerbern schon lange ein Dorn im Auge. (APA)